Coaching Ausbildung von der Steuer absetzen

Die Sache mit der Steuer…

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Ihre Coaching Ausbildung zum zertifizierten Business Coach (IHK) steuerlich geltend machen können. Dabei dienen die Informationen auf dieser Seite ausdrücklich als allgemeine Erfahrungswerte. Schlussendlich obliegt die verbindliche Entscheidung, ob und in welcher Höhe Sie Ihre Coaching Ausbildung steuerlich geltend machen können, dem zuständigen Finanzamt.

Möglichkeit 1 – Absetzung als Fortbildungskosten

Fortbildungen sind im Sinne der Finanzverwaltung Bildungsmaßnahmen, die in Ihrer inhaltlichen Ausrichtung dem bisherigen Beruf entsprechen und dazu dienen, diesen noch besser oder zukunftssicherer auszuüben. Auch kann eine Fortbildung darauf abzielen, im bisherigen Beruf aufzusteigen.

Ist die Ausbildung als berufliche Fortbildung anerkannt, sind die Kosten im Rahmen der Werbungskosten zu 100% steuerlich geltend zu machen. Werbungskosten sind in ihrer Höhe grundsätzlich nicht beschränkt. Auch ist es prinzipiell möglich, die Werbungskosten in ein anderes Jahr zu übertragen, wo sie sich steuerlich stärker auswirken.

Wichtig ist allerdings immer die Anerkennung als Fortbildung durch Ihr zuständiges Finanzamt. Bei eher fachlich unspezifischen Kursen wie bspw. einem Zeitmanagementkurs oder einem Rhetorikseminar muss der Bezug zum Beruf plausibel begründet werden. Übernimmt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten sind die Finanzämter tendenziell geneigt, den vollen beruflichen Bezug anzuerkennen. Der von der Firma getragene Anteil kann i. d. R. steuerfrei vereinnahmt werden, wenn man für die Zeit der Ausbildung von der Arbeit freigestellt wird oder bspw. eine Erklärung des Arbeitgebers beifügt, die bescheinigt, dass die Ausbildung im betrieblichen Interesse liegt.

Tipp:
Erkennt das Finanzamt den überwiegenden beruflichen Bezug an, können Sie auch alle mit der Ausbildung verbundenen Kosten geltend machen. Dazu gehören bspw. Reise- und Übernachtungsaufwendungen. Auch die Kosten für Verpflegung sind im Rahmen der gängigen Pauschalen abzugsfähig.

Möglichkeit 2 – Absetzung als generelle Weiterbildungskosten

Fehlt der o. g. überwiegende Bezug zum erlernten und / oder aktuell ausgeübten Beruf, kann eine Bildungsmaßnahme auch als generelle Weiterbildungsmaßnahme eingestuft werden. Auch in diesem Fall sind die steuerlichen Vorteile attraktiv.

Solche generellen Weiterbildungskosten können im Rahmen der Sonderausgaben geltend gemacht werden. Hier allerdings nur bis zu einer Höchstgrenze von 6000 Euro / Jahr.

Möglichkeit 3 – als Betriebsausgabe geltend machen

Sie sind selbstständig und führen als Einzelunternehmer oder Gesellschafter ein eigenes Unternehmen? In diesem Fall können Sie Bildungsmaßnahmen und alle damit verbundenen Aufwendungen wie bspw. Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten in vollem Umfang als Betriebsausgabe geltend machen. Wichtig ist nur der Bezug zu Ihrer betrieblichen Tätigkeit.

Sie sind sich nicht sicher, wie Sie die Coaching Ausbildung zum zertifizierten Business Coach (IHK) steuerlich einordnen sollen? Suchen Sie den Kontakt mit einem the key – Berater oder Fragen Sie direkt Ihren Steuerberater.

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